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| Wie ging es los
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Als Grundstock für den Hafenbasar, der auch immer gleichzeitig Museum war, dienten Harry Rosenberg sowohl Dinge, die er von seinen eigenen Reisen mitbrachte, sowie der Nachlass aus der Museumskneipe Käpt'n Haase in der Erichstraße.
Der Fundus erweiterte sich laufend, indem er von Seeleuten Mitbringsel aus aller Welt kaufte. Schnell sprach es sich herum, dass man in Hamburg den kargen Seemanslohn durch Handel mit Kuriositäten ferner Länder aufbessern konnte. Hunderte von "Lieferanten" sorgten dafür, dass der Hafenbasar zu einer Entdeckungsreise ferner Welten wurde. Es ist kein Seemansgarn: Überall auf den Meeren der Welt, wo es Seeleute gibt, hiess es beim Landgang "We are shopping for Harry." Der Bestand wuchs rasch und das Geschäft lief enorm. Harry mußte Räumlichkeiten dazumieten. Im Laufe der Zeit wurde das Hamburger Original Herr über ein riesiges Labyrinth der sieben Weltmeere. Die Größe variierte. Zu Höchstzeiten hatte der Hafenbasar eine Größe von 2600 qm verteilt auf 26 Räumen in drei Geschäften. Das Sortiment des Hafenbasars erreichte eine unglaubliche Fülle: Prächtige Masken und Schnitzereien, ausgestopfte und präparierte Tiere, Skulpturen und Statuen, Muscheln, Schmuck, Möbel und viele weitere Raritäten. Harry Rosenberg führte die Leute gern durch sein Reich und wußte zu jedem Ausstellungstück etwas zu sagen. Was die Leute in den 50er Jahren für Pfennigbeträge anschleppten, bekam mit den Jahren Museumswert. Rosenbergs Geschäftsprinzip war der ständige Ankauf und auch Tausch mit Seeleuten - einer sagt es dem anderen. So bekam er all die Schätze zusammen, die für die Normalbürger sonst unerreichbar waren. Es gab keine Verkaufsreklame, nirgendwo, auch nicht im Fernsehen. Wer etwas fand, konnte es kaufen. Harry Rosenberg hatte Zeit. Zu den Stammkunden gehörten u.a. Requisiteure, Bühnenbildner und Innenarchitekten, die sich Dekorationen für die eigenen Produktionen bei Harry liehen. Schon zu Star-Club-Zeiten war der Basar eine beliebte Anlaufstelle für später weltberühmte Musiker, die sich bei Harry mit exotischen Musikinstrumenten eindeckten. Der Hafenbasar gehörte einfach zu der Erkundungstour St. Paulis oder einem Kiez-Bummel. All diese Dinge sind natürlich auch der breiten Öffentlichkeit nicht verborgen geblieben. Man konnte Harry´s Hamburger Hafenbasar häufig in den regionalen und überregionalen Medien wiederfinden. So z. B, als als er begann, echte Schrumpfköpfe für 12.000 DM anzubieten. Der Hafenbasar war und ist heute noch Anlaufstelle für Touristen und Besucher St. Paulis sowie für viele Hamburger, die auf der Suche nach etwas Außergewöhnlichem oder Souvenirs ferner Welten sind. |
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| © 2003 Harrys Hamburger Hafenbasar |
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